Wenn der Game Boy die Zeit anhielt
Es war ein kühler Herbstnachmittag, als ich zum ersten Mal meinen alten Game Boy in die Hand nahm. Draußen tanzten die letzten bunten Blätter durch die Straßen, während ich drinnen in meinem Zimmer die Welt von Super Mario erkundete. Die kleinen Pixelhelden auf dem Bildschirm hatten etwas Magisches – jeder Sprung, jede geheime Röhre war ein kleines Abenteuer, das mich stundenlang fesselte..webp)
Im Winter, wenn der Frost an den Fenstern zeichnete, saß ich unter einer Decke und zog die Pokémon Rot- und Blau-Kassette aus dem Karton. Stundenlang wanderte ich durch Palettenstadt und besiegte Arenaleiter, während draußen der Schnee leise auf den Asphalt fiel. Ich erinnere mich noch genau an das Knistern der Batterien im Game Boy, an das leise Summen, wenn ein Pokémon den Bildschirm erhellte – es war, als würde die Zeit selbst kurz stillstehen.
Und dann kam der Frühling. Die Tage wurden länger, die Sonne wärmte mein Gesicht, während ich Sonic hinterherjagte, so schnell wie der Wind, über grüne Hügel und durch knallbunte Level. Der Bildschirm flackerte, meine Finger flogen über die Knöpfe, und für einen Moment existierte nichts außer diesem Rausch aus Geschwindigkeit und Spaß.
Diese Konsolen und Spiele waren mehr als nur Unterhaltung. Sie waren kleine Zeitmaschinen, die mich durch die Jahreszeiten trugen, ohne dass ich es merkte. Heute, wenn ich die alten Module in die Hand nehme, spüre ich wieder dieses Kribbeln – und erinnere mich daran, wie einfach Glück sein konnte: ein Game Boy, ein Spiel, und Stunden voller Abenteuer.
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